Auf in die Rocky Mountains

Canada10.615 Kommentare zu Auf in die Rocky Mountains

Auf in die Rocky Mountains

Nach einigen Tagen „Ankommen“ mit Familie John und Treffen mit Familie Janke aus Braunschweig in Vancouver geht’s zur Wohnmobilübergabe (3 Stunden…) und dann auf in Richtung Rocky Mountains.

An das Fahren unseres Recreational Vehicle (RV) „Wallina“ (groß und billig wie Wallmart und von Lykka am liebsten dauerbeschallt mit Lina-Songs) müssen wir uns gewöhnen – das Teil ist mit 30 Fuß (knapp 10 Meter) riesig! So wird mit zwei RVs jeder Parkplatz und jeder Campground zu einem kleinen Abenteuer im Abenteuer….

Von Vancouver nach Jasper

Los geht unsere 14-tägige Tour. Wir passieren Vancouver und kaum sind wir aus der Stadt raus, sind wir auch schon in einer anderen Welt – Fjorde und Berge wechseln sich ab und schon sind wir wieder zuhause 😉

Der erste Camping Platz heißt Paradise Valley, liegt in einem Tal umringt von schneebedeckten Bergen und inmitten eines Regenwalds. Wir kommen uns vor wie im Auenland.

Am nächsten Tag geht’s weiter durch die Coastal Mountain Kette und wir haben unseren ersten WOW-Moment, als wir nach einer Straßenbiegung auf einmal mehrere Berge mit Gletschern vor strahlend blauem Himmel sehen. Wir kommen in den Winterort Whistler, ganz nett, aber sehr viel los und für unsere beiden 30 Fuß Monster einfach kein Platz. Also weiter Richtung Nordosten, Ziel Marble Canyon Provincial Park, wo wir einen Campingplatz mit Selbstregistrierung haben. Hier kann Katinka in einem glasklaren See erstmals ihren Neoprenanzug nutzen – die Kinder haben das nicht nötig.

Am nächsten Tag steht dann ein Besuch einer Werkstatt an: beim RV von Familie John ist die Abwasserleitung undicht und Duct Tape hilft nicht.

Währenddessen buchen wir in Clearwater einen Campingplatz namens Dutch Lake, der sich als totaler Glücksgriff erweist. Wunderschön an einem See gelegen mit Blick auf einen schneebedeckten Berg im Hintergrund. Hier spielt das Wetter auch super mit, so dass wir den Checkout verzögern und erst mal ausgiebig im See schwimmen. Highlight sind neben den wunderschön blühenden Seerosen die Wasserschildkröten, die insbesondere unsere Kinder verzücken.

Jasper National Park

Das erste Highlight auf dem Weg zum Jasper National Park wäre eigentlich der Blick auf den höchsten Berg der Rockys, Mount Robson, gewesen, was aber leider ins Wasser fiel – zum Glück haben wir aber eine Alternative gefunden 😉

Angekommen im Jasper National Park haben wir Familie Janke auf dem Wabasso Campground wieder getroffen. Mit 13 Mann, Frau und Kind ging es dann am nächsten Tag in 2 RV und 1 Jeep zum Marligne Lake, der zu recht zu den schönsten Seen der Rockys gehört.

Auch Jasper Stadt ist einen Stop wert, besonders, wenn es nach den Kindern geht.

Beindruckend ist aber auch, dass man immer wieder Tiere zu Gesicht bekommt. Rehe, Chippies (Streifenhörnchen), Ziegen und sogar Bären sind stetige Begleiter unserer Touren gewesen.

Die Athabaska Falls auf dem Weg zum Icefield Parkway haben uns besonders gut gefallen und auch das Wetter spielte mit.

Der Icefield Parkway und Banff National Park

Auf dem Icefield Parkway zwischen Jasper und Banff gilt eigentlich nur: Der Weg ist das Ziel. Ein Wow-Moment löst den anderen ab.

Am höchsten Punkt des Parkway kommt man an das Columbia Icefield heran. Der Gletscher ragte 1908 noch bis an die Straße heran, nun muss man einige Kilometer hin wandern – dem Klimawandel sei Dank…Beindruckend ist es aber allemal, wenn man auch leider nicht mehr bis ganz an die Gletscherzunge heran kommt.

Weiter auf dem Weg nach Banff schlug das Wetter leider um und es lohnte sich kaum noch anzuhalten. Einzige Ausnahme, der Lake Peyto, den wir in einem kurzen regenfreien Fenster nach kurzer Wanderung bewundern konnten – landschaftlich das bis dahin vielleicht Schönste.

Erwähnt werden muss aber auf jeden Fall auch der Herbert Lake oder, um es in den Worten von Andreas zu formulieren: „Ich und mein Freund Herbert“ 😉

Von Banff über Yoho ins Okanagan Valley

Leider blieb uns das schlechte Wetter in den nächsten Tagen treu, aber wir haben das Beste draus gemacht. Sehr touristisch, aber durchaus einen Stop wert ist Lake Louise, wo Ture und Espen auch Bekanntschaft mit einem echten Mountie gemacht haben.

Banff Stadt gefiel uns sehr gut, wenngleich wir wegen der ständigen Regenschauer immer wieder Unterschlupf finden mussten und erst Marlenes Schuh (wieder gefunden) und dann auch noch Rotwein (nicht wieder gefunden) nach dem Großeinkauf vergessen haben…

Dank Andreas und Anja hatten wir am nächsten Tag kinderfrei und nutzen die Zeit für eine etwas längere und nicht ganz kindertaugliche Wanderung im Banff National Park – sehr, sehr schön!

Die nächsten Tagen verbrachten wir im Yoho Nationalpark, der vielleicht nicht so bekannt sein mag wie Jasper und Banff aber genauso viel zu bieten hat. Die Takakkaw Falls, der Emerald Lake und die National Bridge waren unsere Highlights.

Da das Wetter immer noch nicht besser wurde, beschlossen wir, die Rockys zu verlassen und wieder in Richtung Vancouver aufzubrechen. Nach langem Hin und Her hatten wir dann mit dem Mable Lake Campground eine Bleibe für die nächsten 3 Tage gefunden, die Reise dorthin sollte 11 Stunden dauern…Unsere bis dato längste Etappe begannen wir im Dauerregen und rasteten nach kurzer Strecke aufgrund regelmäßig auftretender menschlicher Bedürfnisse. Auf einem Rastplatz suchten zwei Fahrradfahrer Schutz vor dem Regen. Auf Katinkas Initiative hin luden wir die beiden zu uns ins RV ein. Es stellte sich heraus, dass es sich um Vater und Sohn handelten, die mit dem Rad auf dem Weg von Montreal nach Vancouver waren – sehr beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass das mal eben knapp 4600km mit über 30.000 Höhenmetern sind.

Kurz danach hielten wir an, Stau! Und es sollte erst nach 4 Stunden weiter gehen. Es gab eine Straßensperrung aufgrund eines LKW-Unfalls und weit und breit keine Umleitung. Die Kinder guckten in der Zeit einen Film, wir kochten Kaffee und machten Sandwiches und Katinkas nutze die Warterei sogar für ein kurzes Lauftraining 🙂

Abends kamen wir endlich auf dem gebuchten Campingplatz an und kamen uns vor, als wäre die Welt hier in den 80ern stehen geblieben…und unser knapp 10 Meter Wohnmobil war hier eher spärlich 😮 Die Tage vor Ort taten uns aber nach viel Strecke in den letzten Zeit sehr gut und wir nutzten den See für einen Bootstournachmittag.

Am nächsten Tag ging es dann ins Okanagan Valley, wo Katinka und Andreas ihren Triathlon absolvieren wollten. Die Landschaft kam uns mediteran vor. Wir passierten unzählige Obstplantagen und Weingüter, bei zweien hielten wir, so das Anja und Frank in den Genuss von Weinproben kamen.

In Penticton mussten Andreas und Katinka um 7 Uhr morgens an der Start, wir anderen durften um 10 zum „Frühstück“ nach dem Wettkampf dazu kommen – lecker Burger gab´s.

10.615 thoughts on “Auf in die Rocky Mountains

  1. Toller Bericht. Dadurch, dass wir selber gerade Urlaub mit dem womo gemacht haben, kann ich mir alles sehr gut bildlich und emotional vorstellen.

  2. Schön, dass wir mit so vielen Fotos und Reiseberichten an euren Erlebnissen teilhaben können! Haben in unserem Urlaub (der sich nun leider sehr schnell dem Ende entgegen neigt, den letzten Tag in Vilnius begrüßen wir gerade mit einem Kaffee) oft an euch gedacht und uns gefragt, wie es euch wohl geht. Immerhin konnte man über strava ja etwas verfolgen, wo Katinka gerade unterwegs ist und das ein oder andere Lauftraining absolviert. 😉
    Eure Bilder sind auf jeden Fall sehr beeindruckend, die vielen WOW-Momente lassen sich definitiv nachvollziehen.

    Viele Grüße
    Henrik und Louisa

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